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Ökologie und Phytosoziologie |
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Die Phytogeographie ist die gesamte Kartographie der Verteilung der Pflanzen auf dem Globus. Diese Begriffe von minderer therapeutischer Wichtigkeit kann man nur im Zusammenhang mit der Fähigkeit der Pflanzen skizzieren, sich an Kälte, Licht, Feuchtigkeit und verschiedene Qualitäten von Humus anzupassen.
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| Wenn man in der nördlichen Zone vom Nordpol bis zum Äquator vorrückt, findet man zunächst die Pflanzen der Tundra vor, Betula, Alnus, Salix, Sorbus, Vaccinium Vitis Idea, Pflanzen, die alle eine hervorragende Anpassung an die Kälte aufweisen.
Danach kommt eine Zone, welche etwa ein Drittel der Wälder der Welt darstellt: die Taiga.
Die Taiga weist eine erstaunliche floristische Homogenität auf; ihre Bäume, Büsche, die ganze Untervegetation lassen sich in eine sehr kleine Zahl von Gattungen unterteilen, die sich wiederum aus vikariierenden Arten zusammensetzen. Es sind dies die großen kanadischen, skandinavischen und sibirischen Koniferenwälder, wo Epiceas, Pinus Sylvestris, Betula Populus, Alnus, Sorbus, Rubus, Viburnum, Vaccinium vorkommen.
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Beim Überfliegen der Taiga bemerkt man, dass oft bis zu einem Drittel der Gesamtoberfläche von Wasserflächen eingenommen wird. Riesige, feuchte Lichtungen, in denen das Wasser oft steht, im Süden begrenzt von hohen Torfmooren, deren Mineral-Boden mit Wasser vollgesogen ist und wo Moose wie Sphagnum leben, die mit einem geringen Mineralstoffbedarf in saurem Wasser (pH-Wert zwischen 2,5 und 4) überleben können; die Torfmoorpflanzen wie Vaccinium, Calluna, Ledum Palustre sind typisch für diese kalt-feuchte Zone.
Im Süden der Taiga finden sich, durch diese getrennt von den europäischen Mischwäldern, die europäischen Laubbäume; die Triebe und Knospen der europäischen Laubbäume bildet den eingeschränkten, aber essentiellen Mittelpunkt dieser Studie. Allerdings wurden auch einige Koniferen der Taiga sowie einige Bäume und Pionierpflanzen der Tundra berücksichtigt. Der temperiert warme Wald der mediterranen Zone bildet das Ende unserer Untersuchung, die keinen tropischen oder subtropischen Baum einschließt.
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Die Untersuchung der mineralischen Substanzen (Aschen) und des Stickstoffs in den Haupttypen der Vegetationen der nördlichen Hemisphäre ergibt, dass diese Substanzen in der Biomasse der Tundra vermehrt vorkommen, um ihr Maximum in den Eichenwäldern zu erreichen. Diese Erhöhung spiegelt sich in den Stämmen und Ästen wieder, in den Wurzeln und Blättern ist sie allerdings in ihr Gegenteil verkehrt. Die Biomasse der Tundra wird von den Elementen Potassium und Silizium bestimmt, während die Biomasse der Taiga und der temperierten Waldzonen von Calcium bestimmt wird, um die Vormachtstellung des Siliziums in den trockenen und halbtrockenen Steppen wiederzufinden.
Das saure Wasser der Torfmoore hat nach und nach eine dünne Schicht mineralischer und vor allem siliziumhältiger Sedimente aus dem Boden gelöst. Mit Zunahme der Wärme und des Vorkommens von Laubbäumen wird das Übergewicht von Calcium ein wichtiger Faktor für das Wachstum der großen Blätter, um dann, bei gleichzeitiger Abnahme der Waldflächen, wieder zu den Silizium-dominierten Böden zu führen, wo es zu Zwergwuchs kommt, und wo Brombeeren oder Heide-Pflanzen wachsen.
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Diese kurze Skizzierung der Wälder des nördlichen Halbkreises wird es uns erlauben, die Phytosoziologie und die Ökologie des Waldes in der temperierten Zone besser zu verstehen. Hier ist der Faktor der Kälte weniger entscheidend als der Einfluss des Lichts und des Bodens.
Die meisten pflanzlichen Gesellschaften stehen seit Jahrhunderten unter dem Einfluss des Menschen; allerdings haben große Waldflächen ihre ursprüngliche Holz-, Busch- und Gras-Flora beibehalten.
Die aus den Torfmooren und ihren Randbereichen stammenden hygrophilen Wälder werden von Alnus Glutinosa dominiert, ein typischer Baum für die kalt-feuchte Zone. Man unterscheidet je nach Standort verschiedene Arten von Erlen. Die verbreitetsten mesophilen oder mesoxerophilen Wälder sind Eichenwälder, die auf kalkhältigem Boden mit starker Nitrifikation gedeihen, und die bei weniger guter Nitrifikation mit Buchen durchmischt oder von diesen verdrängt werden; die Umweltverschmutzung durch den Menschen führte zur Bildung von Trümmerpflanzen. Diese Typen von nach und nach zerstörten Wäldern verlanden früher oder später. Diese kurze, zusammenfassende Beschreibung wird später detaillierter, weil die zu untersuchenden therapeutischen Zusammenhänge ausschließlich durch diese Pflanzengesellschaften determiniert werden, wobei jede Art von Milieu einen anderen therapeutisch verwendeten Typ von Baum, Strauch oder grasartiger Pflanze hervorbringt.
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Der Baum, die holzartige Hervorbringung der Pflanzenwelt, beherrscht die gesamte Flora und bestimmt die therapeutischen Direktiven, sobald diese biologisch und experimentell fundiert sind.
Die experimentelle Biologie vermag durch genau Studien der Wirkungsweise von Bäumen und anderen Pflanzen auf die Proteine bei den Säugetieren die Übereinstimmung mit der Evolution des Bodens und der Hydrophilie eines Waldes, dessen Klima-Konditionen sich wenig verändern, nachzuweisen.
Die Evolution des Waldes sowie nicht-waldiger pflanzlicher Gesellschaften erlaubt es, ein charakteristisches pflanzliches Milieu mit biologischen Syndromen des Tieres in Verbindung zu setzen und uns dadurch die richtigen Informationen für eine sanfte und profunde Therapeutik zu geben.
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